FooBaSKILL - Teil 2

FooBaSKILL ist eine Kombination (Crossover) aus Fußball und Basketball. Dabei spielen zwei Mannschaften auf einer Hälfte Fußball, auf der anderen Spielhälfte Basketball. Beim Überqueren der Mittellinie ändert sich also das Zielspiel. Um diesen Crossover zu gewährleiten, benutzt man einen Spielball, der aus einer glatten und einer griffigen Oberfläche besteht, etwa die Größe und das Gewicht eines 5er-Basketballs hat.

Hier geht es zu den Spielregeln in Kurzfassung bzw. in Langfassung. Zur Hompage von SKILLtheBall geht es hier.

Hier geht es zu einem 90-Sekunden-Video:

Organisation und Durchführung mit meinem LK Sport (31 Jugendliche)

Phase 1: Einführung in das neue Spiel

Damit für alle Spielanteile gewährt werden können, habe ich in unserer 1-fachhalle (Sporthalle) quer auf drei kleinen Feldern gespielt und die Seitenkörbe mitgenutzt. Auf Feld 1 wurde nur Basketball gespielt (BaSKILL, 2 Seitenkörbe), auf Feld 2 nur Fußball (FooSKILL, 4 Kastenteile) und auf Feld 3 FooBaSkill (1 Korb und 2 Kastenteile). Die Jugendlichen sollten immer zu vier (sechst) zusammengehen. Pro Spielfeld versammeln sich jeweils 2 Kleingruppen. Innerhalb einer Kleingruppe wurde dann 2 Minuten lang (oder bis zu einem „3er“) 2-2 (3-3) gespielt, bevor die zweite Kleingruppe spielen durfte. Nach einer gewissen Zeit wechselten die Teams die Felder. Einige Mannschaften haben 3-3 mit 1 Einwechselspieler erprobt. Am Ende der Doppelstunde habe ich auf das Großfeld 4-4 FooBaSKILL spielen lassen (mit den beiden Kleingruppen der drei Felder).

Phase 2: Entwickeln, Erproben und Bewerten von selbst entwickelten Varianten

Nun stehen mir zwei Hallendrittel zur Verfügung. Pro Feld befinden sich 3 Kleingruppen zu 4 Spielern. Die Stunde startet mit einem 4-4 FooBaSkill. Nach zwei Minuten (oder einem „3er“) verlässt eine Mannschaft das Feld. Denkbar wären auch zwei 6-8er-Gruppen, wobei innerhalb jeder Gruppe 3-3(4-4) gespielt wird und nach zwei Minuten die andere Großgruppe spielt. Anschließend sollen die Gruppen das Regelwerk nach ihren Bedürfnissen anpassen. Dabei verwenden sie ein Regelraster nach Digel (Veränderung der Raum-, Zeit-, Inventar-, Personal-, Handlungsregeln). Die entwickelten Variationen werden erprobt und bewertet und mit dem Ausgangsspiel verglichen.

Erstes Fazit (nach Phase 1): Den Schülern hat das Spiel viel Spaß gemacht. Der Ball ist aus meiner Sicht gut geeignet für beide Sportarten, auch wenn einigen Fußballern der Ball teilweise zu griffig war. Aus Sicht der Basketballer kam es kaum zu Beanstandungen. Ich bin sehr angetan von der Idee des Crossovers und dem dazugehörigen Ball. Die Fußballregeln gefallen mit gut. Bei den Basketballregeln gefällt mir die Punkteverteilung nicht so gut, da ein „Brettwurf“ im Basketball kaum vorkommt. Ich hätte spontan gesagt, dass ein Offensivrebound (1 Punkt zählt) ein Treffer 2 Punkte und ein Treffer ohne Ringberührung 3 Punkte, wobei jede Mannschaft nur einen Korbversucht hat. Hier bin ich auf die Meinung der Schüler gespannt, wenn wir die Spielregeln verändern.

In Phase 2  haben die Schülerinen und Schüler folgende Veränderungen als besonders reizvoll empfunden:

  1. Nach einem 3-Punkte-Treffer darf dieselbe Mannschaft erneut in die andere Richtung angreifen ("make it take it!": So muss nicht 5 Minuten gewartet werden, bis ein Team Fußball  bzw. Basketball angreift.
  2. Wie 1 mit dem Zusatz: Eine dritte Mannschaft wartet am Spielfeldrand und wechselt für die Mannschaft ein, die einen 3-Punkte-Treffer kassiert. So können mehr Spieler einbezogen werden.
  3. Neutrale Spieler (kastenspieler) dürfen angespielt werden.. So können pausierende Spieler einbezogen werden und die Offensive wird erleichtert.
  4. Es gibt in der Mitte der Halle eine neutrale Zose, in der mit der Hand und mit dem Fuß gespielt werden kann. So werden Streitigkeiten minimiert.
  5. Es wurde beim Basketball durchweg auf die "Brettregel" verzichtet.
  6. Es wurde immer nur 3-3- bzw. 4-4 gespielt, wobei 4-4 im Fußball als zu "eng" empfunden wurde.
  7. Fouls wurden mit einem Strafpunkt sanktioniert, da es keine Freiwürfe bzw. Strafstöße gibt

Insgesamt: Sehr gute Spielidee mit hervorragend geeignetem Spielball.